ThePOEMist - poesie pur

worte. nichts als worte.

the new day opens
its dead
eye

plastic feelings, sad
but

true
.

(Quelle: thepoemist)

lichtschatten auf deiner haut

schimmernd

am rand
des langsam vergessenden

spektrums

eines sterbenden hämatoms.

(Quelle: thepoemist)

"zu schreiben fühlt sich oft an wie auf rasierklingen zu kauen. wie sich selbst einen zimmermannsnagel durch die nase ins gehirn zu hämmern; nur um damit auch noch die dunkelsten ängste, sehnsüchte und erinnerungen aufzuscheuchen, durch den schmerz in die enge zu treiben. sie dann zu sezieren, zu zerlegen, zu analysieren; mit tinte und füller zu kleinen missgestalteten kreaturen zusammenzunähen."

— warum tue ich mir das immer wieder an?

(Quelle: thepoemist)

nordwind

heute frage ich den nordwind
nach deiner stimme
nach deinem
lachen

& ob er deinen duft
mit sich trägt

doch er bringt nur wolken
und regen

der sich
auf die lavendelblüten legt

ich rufe ihm nach wie sehr
du hier fehlst
.

(Quelle: thepoemist)

die sterne sind blind geworden. keiner sieht uns. wir leben im schatten. ich drehe mich zur seite. bist du noch da? frage ich. die augen geschlossen. im schatten. mich friert es. keine antwort. wie immer. muß ich eben selbst nachsehen. augen öffen. es ist noch da. vielleicht, vielleicht konnten sie uns nie sehen? die wand ignoriert mich. meine hand fingert nach den zigaretten. feuer. in den lungen etwas wärme. immerhin. weil wir nicht brennen. nicht strahlen. sie sehen nur sich selbst. alles andere liegt im schatten. für sie. für uns. rauch steigt zur decke. husten. mehr husten. und tränen. ich fasse mir zwischen die beine. fasse mich an. ja. liege im schatten. etwas wärme breitet sich in mir aus. immerhin. das leben? ja, es ist noch da.

(Quelle: thepoemist)

du solltest dein herz nicht an meine
schlafzimmertüre nageln

hauchst du

und ziehst dir ganz in gedanken
den lippenstift
mit deinen blutigen fingern nach

ich treibe meine nägel noch etwas
tiefer in das schartige holz

gehe einen schritt zurück, sehe
wie es unseren rhythmus

schlägt. komm her.. sanft

legst du deine hand in die leere
stelle in meiner brust
.

(Quelle: thepoemist)

nachts

blicke

wolkenverhangen. das glück
fällt nicht vom himmel

nur der regen prasselt
leise; keiner ruft. herr frosch

bleibt

heut allein. nicht nur der mond
hält sich bedeckt
.

(Quelle: thepoemist)

vielleicht bin ich
es nicht
das was du denkst
oder was du
in mir siehst
oder dir wünschst
wünschen solltest
oder in mir
sehen könntest
das was du
nicht zu denken
wagst
vielleicht bin ich
es doch
.

(Quelle: thepoemist)

meerschaum VII (epilog)

die sonne errötet als sie
das meer küsst

stille über dem wasser
.

das ist der abschluß der meerschaum reihe. ich danke euch allen!

(Quelle: thepoemist)

du flüsterst deine worte
in die nacht

& der wind trägt sie
zu mir

ein sanfter tintenhauch
auf meiner wange
.

(Quelle: thepoemist)

meerschaum VI

an dich..
von dir..
an dich..
von dir..
du ziehst mich
an dich..
du stößt mich
von dir..
im wechsel
an dich..
deiner gezeiten
von dir..
gehe ich
an dich..
verloren
von dir..
im sand der zeit
an dich..
von dir..
an
dich..
von
dir..

meerschaumpoesie.

(Quelle: thepoemist)

meerschaum V

nebel hüllt den meeresbusen
in bleiches tuch

herzblut mäandert

blaue priele unter deiner haut
bei flut

sind sie ein reißender strom
.

meerschaumpoesie.

(Quelle: thepoemist)

leises frösteln weckt mich

es ist als würde dein fehlen
fehlen

die hand des blauen traums
liegt kalt

auf meiner brust
.

(Quelle: thepoemist)

meerschaum IV

die bäume kauern sich ängstlich
an das platte land

& nur vorsichtig
recken sie
ihre knorrigen äste

wie vom wind rheumatisch
gewordene finger

in den grauen himmel. knotig

mahnen sie mich. abgerungen

& kauern sich dabei ächzend
an das platte land

mit ihren vom wind rheumatisch
gewordenen ästen

abgerungen. knotig
.

meerschaumpoesie.

(Quelle: thepoemist)